| Blättern Sie durch den Knigge |
|
Das Betreten der Party alleine:
Neulich war ich auf einer Party einer Arbeitskollegin eingeladen, auf der ich außer ihr niemanden kannte. Jeder hat diese Situation sicher schon einmal erlebt, man betritt den Raum, alle mustern einen, als ob man ein Tier einer vom aussterbenden Rasse wäre. Obwohl die Füße einem zum Umkehren drängen, sollte man einfach lächelnd die Runde betreten und sich nach guter alter Manier, bei jedem der Anwesenden kurz mit Handschlag vorstellen (Damen zuerst). (Selbstverständlich nur bei einer überschaubarer Gästezahl). Nachdem man diese Prozedur überstanden hat, sollte man schleunigst sehen, dass man den Wasserhaushalt des Körpers auf Vordermann bringt. Mit einem Glas in der Hand fühlt man sich bestimmt sicherer und dann begibt man sich zu den Personen, die einem sympathisch erschienen. Langsam und höflich habe ich versucht, mich in das Gespräch einzubringen. Beim Small-Talk ist es hilfreich, nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Ein Gespräch könnte mit der Frage beginnen, woher man die Gastgeberin kennt. Urlaub und Reisen, Beruf, Kunst und Familienverhältnisse sind die perfekten Plauderthemen. Übrigens, Fingerfood darf man problemlos mit der Hand essen.
Was man nicht tun sollte:
Durch zu lautes Lachen auffallen, zu oft zum Buffet gehen, zu lange auf der Toilette verweilen, besonders in privaten Wohnungen. Witze, Themen wie Politik oder Religion sollte man lieber lassen aufgrund der Fettnäpfchengefahr. Auch der Alkoholkonsum sollte auf jeden Fall maßvoll sein.
Den Namen vergessen:
Wenn man jemanden trifft, den man bereits flüchtig kennt, sich aber an den Namen nicht erinnern kann, dann nenne ich am besten den Anlass "Haben wir uns nicht auf dem Kongress xy kennen gelernt", oder ich stelle mich selbst einfach noch mal mit Marcella vor. Wenn das Gegenüber immer noch nicht den Namen nennt, dann frage ich höflich und dezent nach.
Noch ein Tipp zur richtigen Zeit am richtigen Ort:
Auf einer Cocktailparty kann man selbst entscheiden, wann man kommt. Ist jedoch s.t. angegeben auf der Einladung, dann bedeutet dies, dass die Veranstaltung keine Verspätung zulässt.
Die Kleiderordnung:
Bezüglich der Kleiderordnung sollte man prüfen, ob in der Einladung Angaben gemacht werden.
- Heißt es festlich-elegant, so gehen unsere Partner mit dunklem Anzug auf Nummer sicher, wir Frauen machen mit einem knielangem Cocktailkleid oder dem "Kleinen Schwarzen" nicht viel falsch.
- Smart Casual bedeutet, dass Herren z.B. zwischen blauen Blazer, grauer Hose und Krawatte oder Anzug mit Hemd ohne Krawatte wählen können. Wir Frauen sind dann mit Kostüm oder Hosenanzug mit schlichtem T-Shirt passend gekleidet.
- Heißt es Abendgarderobe, so sollte man in einem langen Kleid kommen, die Herren können zum Smoking oder schwarzen Anzug greifen.
- Eine Warnung bei Hochzeiten: Weiß oder creme steht nur der Braut zu.
- Für Herren gibt es im Business eine Regel: Nach 18 Uhr keine braunen Schuhe.